Wie erreicht man bei Radgewichten 0 % Ausschuss und ±0,5 g Genauigkeit?

Vom Walzdraht zum Flachband: Drahtabflachen
Der größte Kostenblock bei Radgewichten ist der Rohstoff. Statt fertiges Flachband zu kaufen, verwendet die YILSA-Linie handelsüblichen kohlenstoffarmen Walzdraht Ø8 mm (SAE 1006 / 1008). Die Drahtabflachmaschine formt ihn kalt zu Flachband mit 11,5 × 3 mm Querschnitt. Das bringt bis zu 40 % Ersparnis bei den Rohstoffkosten.
Die 11-kW-Maschine läuft mit 16 Metern pro Minute. Die Umformwärme wird über eine Umlaufkühlung mit 5 % Bohremulsion abgeführt. Da die Walze horizontal verschoben und der Walzpunkt gewechselt werden kann, verteilt sich der Verschleiß, und das Werkzeug hält länger.
0 % Ausschuss: Schneiden mit Rotary Punch
Das Flachband läuft ohne Stopp durch die Doppeltrommel-Schneidmaschine Rotary Punch. Die Trommeln schneiden das Band wie eine Schere in Gewichtssegmente und prägen gleichzeitig Gewicht und Logo. Beim Schneiden entstehen weder Späne noch Schrott, der gesamte Rohstoff wird zum Produkt: 0 % Ausschuss.
Die 3-kW-Maschine schneidet 60.000 Gewichte (rund 300 kg) pro Stunde und verbraucht für 100.000 Stück nur 1,37 kWh.
±0,5 g Genauigkeit
Die Gewichtsgenauigkeit hängt von zwei Dingen ab: einem konstanten Bandquerschnitt und einer unveränderten Schnittlänge. In der Drahtabflachmaschine wird der Walzenabstand präzise eingestellt; der Messerabstand auf den Rotary-Punch-Trommeln ist fest. So bleibt die Abweichung auf dem 60-g-Streifen innerhalb von ±0,5 g.
Bekleben und Verpacken
Die geschnittenen Gewichte werden ohne Handarbeit auf doppelseitiges Acrylband mit blauer Schutzfolie gereiht. Standardanordnungen sind 60-g-Streifen mit 12 × 5 g oder 4 × 5 g + 4 × 10 g. Auf Wunsch wird die Folie breiter als das Band gehalten, sodass Streifen mit Abziehlasche entstehen, die sich mit Handschuhen leicht abziehen lassen. Die Aufreihmaschine verarbeitet 90 kg pro Stunde, die Verpackungseinheit füllt 15 Kartons pro Stunde mit je 100 Streifen (6 kg).



